Herkunft des Namen Szepat

 

Nach Aussage älterer Familienmitglieder, stammt der Name aus dem Litauischen. Im Deutschen Namenslexikon findet sich kein Eintrag. Noch heute leben Namensträger im Memelland, litauisiert geschrieben "Sepaitis". Eine abgewandelte Form könnte auch der Name Cepiene sein. Der Name hat sich anscheinend vom Mittelmeer durch fahrende Händler/Kaufleute verbreitet. Nach einem Beitrag in der Zeitschrift "Die Zeit", der mir leider nicht vorliegt, waren die Schepaten ein Händler-Stamm aus dem Mittelmeerraum jüdischer Glaubenszugehörigkeit. In Deutschland findet man häufig noch die gleichklingende Form Schepat.

 

Folgende urkundliche Erwähnungen neben den in der eigenen Familie erforschten Namen wurden bisher gefunden:

Datei Quassowski des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreussen

Öffentliche Anzeigen Königsberg 1852

Seite 231

Wilhelmine Szepat, ledig, in Grünblow eine Anzahl Sachen als verdächtig abgenommen, Insterburg 16.03.1852

Seite 371

Johann Szepat, Losmann in Grüneberg, Kirchspiel ??erschkallen, wurde ein vermutlich gestohlenes Fell abgenommen, Insterburg 15.05.1852


Mitteilung in: Kreisblatt des Stolper Kreises 1894, Nr. 9 vom 28. Februar

Köslin, den 16. Februar 1894

Zur Überwachung der Ostseeküste des Regierungsbezirks Köslin in fischereipolizeilicher Hinsicht, insbesondere zur Verhütung des Fangens sogenannter Spreitzken (junger mindermaßiger Lachse) bestelle ich für die Monate März, April und Mai d. J. die Dünenaufseher Szepat in Neuwasser, Koglin in Vitte, Dill in Scholpin, Behrendt in Leba und Verheiden in Stielow (Leba=Boor, ferner den Seelotsen Rubow in Rügenwaldermünde und den Eigenthümer Larsch in Rowe zu Hülfsfischereibeamten. Vorbenannten Personen ist hinsichtlich der von ihnen getroffenen fischereipolizeilichen Anordnungen unbedingt Folge zu leisten

 

Der Regierungs=Präsident

Freiherr von der Reck


Anzeigenteil der Gerdauer Zeitung vom 04.04.1896

Gerichtl. Versteigerung.

Mittwoch den 8. April d. Js. Vorm. 9 Uhr werde ich bei der Arbeiterfrau Caroline Schwerglatt geb. Pichu in Abbau Gr.  ..... ein Schwein öffentlich meistbietend gegen sofortige Baarzahlung versteigern.

Szepat,

Gerichtsvollzieher


Adressbuch des Regierungsbezirkes Gumbinnen 1913

August Szepat, Besitzer in Ußballen, Post Didlacken, Kreis Insterburg

??? Szepat, Besitzer in Grünblum, Post Sodehnen, Kreis Darkehmen

??? Szeppat, Hilfsweichensteller in Wiekischken, Kreis Darkehmen

??? Szeßat, Besitzer in Jodßuhnen, Post Kuddern, Kreis Darkehmen  


Preussische Zeitung Königsberg, Nr. 58 vom 28.02.1940

Horst Szepat und Emma Pankuweit geben den Tod ihrer lieben Tante Wilhelmine, geb. Behr am 24.02.1940 in Königsberg bekannt.


Wohnbuch Berlin 1929

Adolf Szepat, Ingenieur, Berlin NO 55, Chodowieckistr. 20

Franz Szepat, Kaufmann, Schöneberg, Brunhildstraße 13


 

Bei www.familysearch.org folgende Einträge:

 

Barbe Edwicke Szepat geb.: 1801 in Mantwieder, Ostpreussen, Memelland heiratet am 15.08.1819 in Werden, Ostpreussen

Jurgis Kalwies. Dieser älteste, gefundene Nachweis des Namens bestätigt die Vermutung der Herkunft aus Litauen.


 

Der Name Szepat am Ende unserer Ahnentafel:

 

 

 

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