Herkunft des Namen Sprenger

 

Laut Deutschem Namenslexikon von Hans Bahlow ist Sprenger die niederdeutsche Namensform zu Springer, Gaukler, Tänzer und kommt in dieser Form in Hamburg und Umgebung oft vor.

Ähnliche Bedeutung hat die im Leipziger Raum weit verbreitete Form Spranger.

Urkundliche Erwähnungen:

Nicolaus Spranger 1421 Plauen

Bartholomäus Spranger 1522 Ravensburg

Springentancz 1382 Leipzig

Herman Sprenger (saltator) 1283 Rostock,

1328 Lübeck

1385 Bremen  

Bei den Pommerschen Kirchenvisitationen im 16. Jahrhundert werden folgende Personen genannt:

Visitation am 21.06.1539 in Stargard:

(Verschiedene Renten)

veftich M. summen, ver M. rente Bartolomeus Winman to Pegelow, borgen Clawes Sprenger, Clawes Schmit to Pegelow, lut Jacobi Schmedes, notarii, instruments;

(Marienkirche)

veftich M. summen, ein gulden rente Peter Schulte, ein boddeker to Stargart, lut eins instruments, durch Michaelem Schonebeken, notarium, underschreven, darnach Urban Sprengell, de de frowe genamen heft und itzt Jurgen Gert, so van Sprengell sin hus gekoft, desulvige summa afgegeven, is in der corhern lade;

 


 

„Auswanderungen aus dem nördlichen Bodenseeraum im 17. und 18. Jahrhundert“ von Werner Hacker,

ISBN 3-921413-00-1

Nr. 2606: Sprenger Franziska, ledig aus Kaub bei Tettnang(-Kehlen), Consens zur Heirat mit Franz Josef Winkler aus Winterspüren, 06.06.1770 nach Ungarn

Nr. 2607: Sprenger Johann, Anselfingen, Sohn des Nikolaus Sprenger, wohnt in Wien, Grundgericht Neubau Nr. 193, und will heiraten Juliana Schubarth, Tochter des Tändelmarktschneiders Andreas Schubarth, Entlassung aus Leibeigenschaft, Brief und Emigrationstaxe; 100 fl (Florentiner Gulden) überschickt, 08.10.1791, Auswanderung nach Österreich

Nr. 2608: Sprengler Elisabeth aus Schienen, Entlassung aus der Leibeigenschaft (wegen schlechter Mittel nur eine Beichte und Communion für hochfürstl. Gnaden), 15.02.1750, Auswanderung nach Ungarn

„Auswanderungen aus Oberschwaben im 17. und 18. Jahrhundert“ von Werner Hacker, ISBN 3-0862-0188-1

Nr. 9830: Sprenger Hans Jacob aus Ennetach, nach Ungarn mit 19; Vermögen nachträglich festgestellt auf 25, daher Nachsteuer erhöht. 22.03.1689 (1690)

Nr. 9831: Sprenger Leopold aus Andelfingen, ausgewiesen wegen Schwängerung der Anna Maria Heple. 06.11.1752

 


 

Aus dem Buch: „Adress-Kalender von den in der Churmark Brandenburg, der Neumark und dem Herzogthum Pommern befindlichen hohen und niederen Colegien... 1785“ (Original in der Universitätsbibliothek Greifswald)

Herzogthum Pommern

Cammer -Secretarii

Herr Christian Friedrich Sprenger, Referendarius und Cammer-Secretarius, auch Rendant der Ämter-Justitz-Sportul-Casse

Cammer Justitz-Deputation

Herr Christian Friedrich Sprenger, Secretarius, f  Secretarii

Justitz-Actuarii in Vor- und Hinterpommern

Herr Actuarius Sprenger, wohnet zu Münsterberg

 


 

Im Buch: Die Neumark, Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Neumark Heft 3, 4 und 5, 1926 werden im Beitrag:

Die Klassifikation von 1718/19 folgende Personen genannt:

Hans Sprenger,  Kossäth (1 Hufe) aus Wittstock, Kreis Königsberg

Derselbe wird in der Chronik von Neudamm genannt:

„I. Die jetzige königliche Domäne Wittstock war bis etwa 1720 Rittergut und gehörte zuletzt der Familie Sohr. Die Ortschaft bestand aus Groß- und Klein-Wittstock, ersteres hatte 6, letzteres 2 Kossäthenhöfe. (Es folgt eine Beschreibung der Hofwehr eines Kossäthenhofes) Im Jahre 1704 sind in Groß- und Klein-Wittstock folgende Unterthanen vorhanden gewesen:

a) Kossäthen  

  1. Hans Sprenger, der Schulze, mit 3 Kindern, bereits 21 Jahre wohnhaft“

(folgen die restlichen 7 Kossäthen und unter b) 6 Hausleute

„II. Über den Besitzerwechsel ergibt das vorliegende Schöppenbuch folgendes:

1688 hat Hans Sprenger jun. Einen Kossäthenhof nebst voller Hofwehr von der Herrschaft übergeben erhalten, dieser Kossäthenhof ist im Jahre 1728 auf Martin Knospe aus Rosenthal übergegangen.“

 


In: Paul Schwartz, Die Musterungen der neumärkischen Städte im Jahre 1623

(Beilage zur Neumark Jan/März 1933 Nr. 6) erscheint ein Erhard Sprenger, der als 381. von 416 wehrpflichtigen Bürgern am 11.08.1623 in Königsberg/Neumark gemustert wurde (Bei der Musterung im Jahr 1599 erscheint der Name Sprenger nicht)

In Züllichau werden genannt: Sprenger, Christoph und Sprenger, Hans (Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(19), 1938, 273)

In Zielenzig werden genannt: Sprenger, Martin 2x, Sprenger, Michel (Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(19), 1938, 272)


 

Im Kirchenbuch St. Sabinen Prenzlau gefunden:

 

Gefangenenaufseher Adolph Julius Sprenger *25.04.1869 Drossen

V: Eigentümer Ludwig in Drossen

oo am 12.04.1901 Prenzlau St Sabinen

Maria Wilhelmine Weger *25.02.1871 Groß Wenzin

V: verstorbene Gerichtsdiener zu Neuruppin Johann Friedrich

 


 

 

Weitere Namensvorkommen:

   

Name

Datum

Ort

Bemerkungen/Quelle

Fritz Sprenger

1933

Büssow, Kreis Friedeberg, Neumark

Beigeordneter

Anna Sprenger

02.06.1884

Königswalde, Kreis Oststernberg, Neumark

Taufpatin (Friedrich Ludwig Doherr)

Jürgen Sprenger

1718/19

Breesen, Kreis Oststernberg, Neumark

Klassifikation

Lucas Sprenger 1753 Konitz Bürgerbuch der Stadt Konitz, Uhrmacher aus Danzig, Römisch-kath. Vorsteher der Kirche zu St. Johann

Johann Christoph Sprenger

1758

Grimmen, Kreis Grimmen, Pommern

Riemer, Bürgerbuch

Michael Martin Sprenger

24.10.1780

Grimmen, Kreis Grimmen, Pommern

Riemer, Bürgerbuch

Marie Sprenger

* ca. 1790

(Neugurkowschbruch, Kreis Friedeberg)

PStolz@deh.sa.gov.au 

Ehemann Christian Wellnitz

N.N. Sprenger 1843 Mellentin, Kreis Soldin, Nm Schmiedemeister

In den Trauregistern Vorpommern von Franz Schubert gefunden:

 

04.11.1688 heiratet in Grimmen ein Hans Sprenger eine Ils.(Ilsabe?) Goldbeck

18.06.1684 heiratet in Demmin ein Casper Copp eine Catharina Sprengers

10.11.1685 heiratet in Demmin ein Johan Sprenger eine Anne Eandels

13.01.1699 heiratet ein Jacob Zigener eine Erdmuth Sprangers, Witwe des Jürgen Garden

30.10.1720 heiratet in Grimmen ein Joachim Hasselmann (Kleinschmiedegeselle) eine Anna Dorothea Sprenger

02.08.1713 heiratet in Nehringen ein Johann Jürgen Springer (Ziegler) eine Magd.(alena?) Eichstädt

 

aus Der Neumärker, Band 2 ff., 1939

Scheer, W.: Ansiedler im Netzebruch 1763-1769

 

NAME;VORNAME;ORT;KREIS;JAHR_VON;JAHR_BIS;HERKUNFT

Sprenger;George;Friedebergschbruch;Friedeberg/Nm.;1766;;Sachsen

 

aus Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(18), 1938, 237

von Prof. Dr. P. Schwartz, Berlin:

Die Musterungen der neumärkischen Städte im Jahre 1623.

22. Reppen

 

Sprenger, Georg

 

Der Name Sprenger in unserer Ahnentafel:

 

 

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