Herkunft des Namen Splittgarb

 

Im Deutschen Namenslexikon von Hans Bahlow ist der Name verwandt mit Splettstößer, und wird dort genannt.

Der Niederdeutsche Name Splittgarb, Splittgerber meint den Hersteller von Splitt, wie auch die mittelniederdeutschen

Namen Split(t), Splet(t), Splitstöter. Splitaf = “Spalte ab!“ Oberdeutsch vergleiche auch Spleiß (Füssen)

Urkundlich erwähnt sind:

Splett, 1309 Stralsund

Hinrich Splyt, 1307 Hamburg

Splinter, 1295Vogt in Bärwalde, Neumark

Splinterfelde, Dorf im Kreis Landsberg an der Warthe, nach Splinter benannt

In Füssener Bürgerbuch 1359-1590 finden sich folgende Einträge:

(Erlangung der Bürgerrechte)

27.02.1384: Der Wizzirher von Büren, Bürgen: Bentz Linder der Stecher und Chuntz Spleizz

22.03.1407: Hans, Hansen Schmids Sohn, von Lewterschach, Bürgen: Der junge Hans Segger und Hans Spleiss sein Schwager

03.10.1427: Hans Spleiß, Marteins Haintz und Hans Schmid zulech (zu Lech ?)  

Für Pommern und Ostbrandenburg gibt es neben den Vorfahren unserer Familie einen Ahnenstamm aus der Gegend um Danzig mit dem ältesten, uns bekannten Träger dieses Namens Boguslav Nathanael Coelestin Splittgarb, Lehrer, geb.: 1743 in Roschütz/Pommern, verheiratet am 20.05.1779 in Weichselmünde mit Euphrosine Concordia Noetzel.

Die heute gebräuchlichste Form des Namen ist Splittgerber.  

 

1743 wird ein Herr Splittgärber als Bürgermeister von Jacobshagen, Kreis Saatzig/Pommern genannt.

 

Desweiteren wird in den 

Kolonistenverzeichnissen aus Landsberg/Warthe und Umgebung (1740-1788) genannt:

(siehe Georg Grünebergs gleichnamige Veröffentlichung ISBN 3-9803515-9-9)

Vollständige Nachweisung Sämtlicher in der Stadt Landsberg an der Warthe etablierten Colonisten=Familien

von 1740-1777

...1763, Splittegarb., Daniel, 2 Personen, Gewerbe: BrauEigen, Vaterland: Pohlen, Bargeld: 1000, wo geblieben: 2 leben noch....  

 

Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(1), 1933, 4 Apotheker Wartenberg:

Einwohner- und Hausliste der Stadt Landsberg a.W. von 1719

 

Splittgarben, Witwe des Braueigen mit 3 Söhnen und 1 Tochter 

 

Aus dem Buch: 

„Adress-Kalender von den in der Churmark Brandenburg, der Neumark und dem 

Herzogthum Pommern befindlichen hohen und niederen Colegien... 1785“  

(Original in der Universitätsbibliothek Greifswald)

In Cammin: David Splittgerber, Oberjägermeister des Prinzen Ferdinand königliche Hoheit, wohnet zu Lichtenfelde bei Neustadt/Eberswalde

 

Der selbe  findet sich in der:

„Chronologischen Matrikel der Brandenburgisch-Preussischen Standeserhöhungen und Gnadenakte“ Berlin 1874

24. Januar 1789: Verleihung des Adelsstandes für David Splittgerber, Jägermeister Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Ferdinand von Preussen. Domherr zu Cammin, Besitzer von Lichterfelde bei Berlin.

Wappen: gevietelt mit Mittelschild, I.: Jagdhorn, II.: Anker, III.: 3 Sterne, IV.: Arm mit Schwert (Koehne IV.65.)

 

Im Buch: 

Die Neumark, Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Neumark Heft 3, 4 und 5, 1926  

werden im Beitrag: Die Klassifikation von 1718/19 folgende Personen genannt:

 

Hans Splittgarbe, Bauer in Granow, Kreis Arnswalde

Daniel Splittgarbe, Bauer in Granow, Kreis Arnswalde

Kaspar Friedrich Splittgarb, Bauer in Mellen (Groß), Kreis Arnswalde, später Saatzig

Friedrich Splittgarb, Bauer in Mellen (Groß), Kreis Arnswalde, später Saatzig

Bartholomäus Splittstößer, Bauer in Grüneberg, Kreis Arnswalde

Hans Splietgarber, Kossäth in Klebow, Kreis Soldin

Jürgen Splietgarbe, Bauer in Baumgarten, Kreis Soldin

Christian Splitegarbe, Bauer in Baumgarten, Kreis Soldin

Martin Splitegarbe, Bauer in Baumgarten, Kreis Soldin

Hans Spliettgarbe, Bauer in Klausdorf, Kreis Soldin

Peter Spliettgarbe, Bauer in Klausdorf, Kreis Soldin  

 

In den Schriften des Vereins für Geschichte der Neumark, Heft I, Landsberg an der Warthe 1893 wird im Artikel über die Landsberger Stadtschreiber-Chronik zitiert:

Anno 1688

Den 6. Januariy dieses jahres ist die Churfurstl. Confirmation der Rahtswahl publiciret und zu Burgermeister und Rathsmanne nachgesetzte Persohnen geordnet worden: Herr Daniel Schede regierender Burgemeister, B. Christoff Kraz, Herr B. Georg der machowan, Herr B. Herman Christian Lange, Herr Martin Zöbe, Herr Michael Stenike, H. Christian Splitgarbe, Herr Christoff Wendt, H. Christian Vierhuff, H. Johan Conrad Schede und H. Johannes Benedictus Cneiffius, sämbtliche Rathmanne.  

Wahrscheinlich derselbe Christian Splittegarben wird in einer Urkunde von 1686 erwähnt, die im Knopf des Kerneiner Kirchturms gefunden wurde. Er bekleidete damals das Amt eines Kämmerers. (Quelle: Deutsches Geschlechterbuch, Band 93, Görlitz 1936, Seite 534)

In den Hinterpommerschen Bauernlisten aus dem 17. Jahrhundert von Werner von Schulmann erscheint in der Probstei Jakobshagen, Kirchspiel Temnick im Orte Temnick 1666 als einziger Einwohner der Erbmüller Friedrich Splitgerber. Temnick liegt nördich von Reetz, Kreis Arnswalde, was eine verwandschaftliche Beziehung nicht ausschließt.

 

In: Elisabeth Kloß, Das Bürgerbuch der Stadt Konitz von 1550-1850 erscheint im Jahre 1744 ein Christoph Splittgarbe, Tuchmacher aus Flatau in Polen mit der Bemerkung: "ward Schöppe und Ratsverwandter"

 

In der Brandenburgischen Müllerkartei wird genannt:

Splittgerber, Friedrich 1694 Mühlenbesitzer zu Arnswalde

 

aus Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(5), 1934, 37 und folgende (bis 1(18))

von E. H. Utke

Die älteste Rangierrolle des neumärkischen Infanterie-Regiments Markgraf Carl 

(Nr. 19 der alten Stammrolle). im Jahre 1761

 

Splittgärber;Joh.;Kürschner; geb. 1737;Schivelbein;Belgard,Pom.

 

aus Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(17), 1937, 217

von Prof. Dr. P. Schwartz, Berlin:

Die Musterungen der neumärkischen Städte im Jahre 1623.

19. Nörenberg, Kr. Saatzig

 

Splitgarbe, Hans d. Ält.

Splitgarbe, Hans d. J.

Splittegarbe, Jakob

Splittegarbe, Merten

 

 

Der Name Splittgarb in unserer Ahnentafel:

 

 

 

 

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