Herkunft des Namen Phalen

 

 

Im Deutschen Namenslexikon von Hans Bahlow wird Phalen nicht erwähnt. Lediglich Pahlen und Pahl, letzterer als niederdeutsche Bezeichnung für Pfahl sind aufgeführt.

Bei www.familysearch taucht der Name in der Form Phalen sehr häufig im Schweden der letzten Jahrhunderte auf.

Es ist daher zu vermuten, dass sich zur Zeit der schwedischen Herrschaft in Pommern und Teilen der Neumark einige

Leute hier angesiedelt haben. Auch ist eine Wanderung in entgegengesetzter Richtung denkbar.

Einige Einträge dort sind:

Hans Phalen OO 18.03.1715 in Gevle, Schweden Mergareta Hassel

Johann Magnus Phalen OO Gustava Johanna Svensson

            Kinder:           Margaretha Juliana, geb.: 11.10.1786 in Holmen

                                   Lars Herman, geb.: 07.07.1794 in Holmen, OO 01.07.1719 Sofia Hellenstjerna

                                   Jacob Uno, geb.: 14.01.1796 in Holmen

                                   Adolf Christer, geb.: 28.12.1797 in Holmen

Johann Magnus Phalen, Sohn von Andreas Phalen und Mechthild Rydberg, geb.: 11.12.1713 in Vadstena

OO Brita Margareta Torpadia, Kinder: Andreas, geb.: 06.06.1749 in Formasa

 

Bei den Pommerschen Kirchenvisitationen im 16. Jahrhundert werden folgende Personen genannt:

 

Visitation am 24.02.1539 in Rügenwalde:

 

Summen und renten tom hospital der armen to sanct Jurgen vor Rugenwolde belegen, ok tom armenkasten vorordent:

...vif gulden summen Clawes Palen, vöftein schillinge rente, darvor sin hus in der Langenstrate vorhaftet;...

 

Visitation am 21.06.1539 in Stargard:

(Marienkirche)

Summen und renten, gehorent to der anderen lehen ift elemosina, so itz durch den doet Ern Nicolai Carins seligen erleddiget:

...vifundtwentich M. summen, twe M. rente Hans Detert to Sarow, borgen Jacob Eickstede und Paul Pale to Sarow (Kreis Saatzig), lut eins instruments, durch Gregorium Eickhorst, notarium, underschreven;...

 

Im Band 2, der nicht in meinem Besitz ist, werden lt. Register im Band 3 folgende Personen genannt:

 

Hans Pale aus Gartz a.O.

Marten Pale aus Köslin

Marten Pale aus Pyritz

??? Palow aus Belgard

 

Im Band 3, Anlage II findet sich folgender Eintrag, der sich wahrscheinlich auf o.g. Hans Pale bezieht:

 

Uphevent der parrekerken to Gartze...

...50 M. stans scripte super mansum Gesowen Hans Palen, quem emit Jurgen Roprecht ab uxore Hans Palens, ergo tenetur respondere pro redditibus aut summam exsolvere;...

 

In der 1874 in Berlin erschienenen:

„Chronologischen Matrikel der Brandenburgisch-Preussischen Standeserhöhungen und Gnadenakte“

findet sich folgender Eintrag:

Unter dem Namen Prophalow wurde am 22.Juli 1721 den Gebrüdern Friedrich Prophalus und Ernst Prophalus der Adelstitel verliehen. Beide waren Gutsbesitzer von Dicking, Granow (wahrscheinlich Grapow s.u.) und Wolgast in der Neumark. Das Wappen ist senkrecht geteilt und zeigt einen roten Pfahl und Adlersrumpf (Koehne IV. 25.)

 

Im Buch: Die Neumark, Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Neumark Heft 3, 4 und 5, 1926 werden im Beitrag:

Die Klassifikation von 1718/19 folgende Personen genannt:

 

Wolgast, Dicking, Grapow. Besitzer Friedrich Prophalus, (1718/19)

1715: 1. Frau von Hoffstädt, wohnt auf dem Gut, 2. Friedrich Prophalus in Driesen.

 

Hierbei handelt es sich offensichtlich um einen der beiden weiter oben aufgeführten, später geadelten  Brüder.  

 

aus Der Neumärker, Band 2 ff., 1939

Scheer, W.: Ansiedler im Netzebruch 1763-1769

 

NAME;VORNAME;ORT;KREIS;JAHR_VON;JAHR_BIS;HERKUNFT

 

Pahl;Andreas;Neu Karbe;Friedeberg/Nm.;1763;;Polen

Pahl;Christian;Friedrichshorst;Friedeberg/Nm.;1765;1766;Polen

Pahl;Christian;Aarhorst;Friedeberg/Nm.;1766;;Polen

Pahl;George;Neu Karbe;Friedeberg/Nm.;1763;;Polen

Pahl;George;Neu Karbe;Friedeberg/Nm.;1763;1767;Polen

Pahl;Gottfried;Neu Erbach;Friedeberg/Nm.;1764;;Polen

Pahl;Johann;Aarhorst;Friedeberg/Nm.;1766;1767;Polen

Pahl;Martin;Neu Karbe;Friedeberg/Nm.;1763;1767;Polen

Pahl;Martin;Friedrichshorst;Friedeberg/Nm.;1764;;Polen

Pahl;Martin;Mückenburg/Schönfeld;Friedeberg/Nm.;1765;;Polen

 

Das bisher einzige Indiz der Existenz des Namen Phalen in Pommern und der Neumark in dieser Schreibweise findet sich in:

Der Neumärker, Mitteilungen des Vereins für die Geschichte der Neumark, 1(9), 1935, 89

In einer Liste zu Musterungen in Dramburg des Jahres 1623 werden genannt:

Bartel Phalen

Daniel Phalen (2x)

Da die Stadt 1620 abgebrannt war, fand jedoch keine Musterung statt, man ist offenbar nur die Liste der Eigentümer durchgegangen. Etliche der genannten Namen tragen den Vermerk "Wirt verstorben, Stätte wüst"

Bei dieser "Musterung" wird auch ein Daniel Splietgarbe genannt. Der Name Splittgarb taucht ebenfalls am Ende unserer Ahnenliste auf.

Im Artikel: Zäckerick Nm. im Jahre 1665 wird in einer Liste der Einwohner aus dem Amtsbuch der Komturei Grüneberg genannt:

Jacob Pahl, Kossät

 

 

Rehdorf: Namen in Tauf- Trauregistern 

Name; Vorname; Geschlecht; Datum; Batch-Nummer

-------------------------------------------------

Phalenstein; Dorothea Charlotta; w; 21.02.1782; C998791

 

aus Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(18), 1938, 244

von Prof. Dr. P. Schwartz, Berlin:

Die Musterungen der neumärkischen Städte im Jahre 1623.

25. Soldin

 

Pahlen, Hans

Pahlenn, Chim

 

aus Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(18), 1938, 242

von Prof. Dr. P. Schwartz, Berlin:

Die Musterungen der neumärkischen Städte im Jahre 1623.

24. Schönfließ

 

Pahle, Jakob, Br.

 

aus Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(18), 1938, 237

von Prof. Dr. P. Schwartz, Berlin:

Die Musterungen der neumärkischen Städte im Jahre 1623.

22. Reppen

 

Pahle, Andres

Pahle, Andres

 

 

Der Name Phalen am Ende unserer Ahnentafel:

 

 

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