Herkunft des Namen Hoffmann

 

Laut Deutschem Namenslexikon von Hans Bahlow kommt Hoffmann aus Schlesien, Sachsen und der Lausitz und wird wie folgt erklärt:

Hoffmann war der häufigste Berufsname in Schlesien, etwa dem west- und süddeutschen Meier entsprechend, also Gutsverwalter an herrschaftlichen Höfen, auch auf Landgütern von Patriziern. Zu beachten ist der Wandel der Schreibweise. Die Form Hofmann ist süddeutsch, Hobemann hessisch und Havemann/Hamann niederdeutsch.

Urkundliche Erwähnungen:

Eckehard, hern Otten Buzwoys hoveman 1383 Leipzig

Hans Kosche hoffmann im weißen hoffe 1558 Leipzig

Nickel Hofeman der gürteler 1425 Görl

 

Bei den Pommerschen Kirchenvisitationen im 16. Jahrhundert werden folgende Personen genannt:

 

Visitation am 21.06.1539 in Stargard:

(Johanniskirche)

drutteindehalf M. summen, ein M. rente Jacob Krummelin to Sarow, borgrn Clawes Sukelant, Jacob Haveman, lut eins instrument Joannis Iodeken, notarii, underschreven.

 

Visitation am 08.05.1539 in Bergen/Rügen:

Register der elenden broderschop to Bergen:

...1 ½ M. Benedictes Haveman (is geleget), ...

Van diesen vorigen summen der inname geit nu tor tit af:

... 15 mark her Benedictus Havemann,...

Anmerkung: Benedikt Havemann war später Rentmeister in Bergen (Vgl. Hoogeweg, Klöster I, S. 92, 110)

 

Einkünfte des Schatzkastens zu Greifenberg

Registrum Marientiden anni (15)35

In Dummatel (Dummadel, Kreis Greifenberg): Jurgen Smyth 6 M., Jurgen Haveman 3 M.

 

Aufzeichnungen über die Kirche zu Gartz a.O. in der Zeit 1533-1548, größtenteils von der Hand des Pfarrers Michael Schening:

De kalende notandum et diligendum:

… 4 floren Achim Huffmanne vor 20 beslagen stucken holten to halende unde 4 floren latten, ock eikenholt to tunpalen ; …

 

Im Band 2, der mir nicht vorliegt, sind folgende, im Register des Bandes 3 angeführten Personen enthalten:

Bartholomäus Haveman aus Schmellentin, Kreis Randow

Simon Haveman aus Treptow

Ein Haveman aus Klätkow, Kreis Greifenberg

Benedictus Havemann (wahrscheinlich wie oben)

 

Im Füssener Bürgerbuch 1359-1590 finden sich folgende Eintragungen zur Erlangung der Bürgerrechte:

 

Ohne Datum 1386: Der Hofman.

1388 zwischen dem 15. und 21.03: Wather Rügendnib mit Weib und Kindern und Üli Rügendnib, sein Bruder.

„Wenn si in der stat sint, so sullend si tun als ander burger; so si duzzen (draußen vor der Stadt) sint, so sol jeglicher 10 ?? geben als mir Kaiser Ott seit“

Bürgen: für Walther R. der Vink, für Ülin R. der Hofman.

 

Desweiteren wird in den Kolonistenverzeichnissen aus Landsberg/Warthe und Umgebung (1740-1788) genannt:

(siehe Georg Grünebergs gleichnamige Veröffentlichung ISBN 3-9803515-9-9)

Vollständige Nachweißung Sämtlicher auf der Friedrichsstadt bey Stadt Landsberg an der Warthe etabliertenund zum Warthebruch Etablissement gegörigen Colonisten Familien von 1771 biß 1777

 

1773: Hoffmann, George, Personenzahl 4, Zeugmacher aus Sachsen, Bargeld: 30, wo geblieben: 3 Freijahre

 

Im Buch: Die Neumark, Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Neumark Heft 3, 4 und 5, 1926  

werden im Beitrag: Die Klassifikation von 1718/19 folgende Personen genannt:

 

Hans Hoffmann, Kossäth (1 Hufe) aus Kürtow, Kreis Arnswalde

Friedrich Hoffmann, Bauer (2 Hufen) aus Gabbert, Kreis Arnswalde, später Saatzig

Martin Hoffmann, Kossäth (1 Hufe) aus Herrendorf, Kreis Königsberg, später Soldin

Martin Hoffmann, Kossäth (1 Hufe) aus Stolzenfelde, Kreis Königsberg

Bartholomäus Hoffmann, Bauer (1 Hufe) aus Butterfelde, Kreis Königsberg

Jakob Hoffmann, Kossäth  (1 Hufe) aus Wepritz, Kreis Landsberg an der Warthe

Martin Hoffmann, Hausmann aus Vietz, Kreis Landsberg an der Warthe

 

In: Kaplick, Otto: "Das Warthebruch, eine deutsche Kulturlandschaft im Osten"

Würzburg 1956 (Göttinger Arbeitskreis) finden sich folgende Einträge von 

Kolonisten mit dem Namen Hoffmann in den neugegründeten Siedlungen in der

zweiten Hälfte des 18. Jh. einschließlich ihrer Herkunft.

 

Hoffham;Otto Chrn.Friedr.;Entrepreneur;Karolinenhof;Landsberg/W.;1779;0

Hoffham;Otto Chrn.Friedr.;Kandidat d.Rechte;Alt-Landsberg;Halle/Sachsen;1779;0

Hoffmann;Martin;;Neu-Goerzig;Schwerin/W.;1775;0

Hoffmann;Mart.;Kolonist;Altensorge;Landsberg/W.;1764;0

Hofmann;Jakob;Krüger u. Schulze;Trebisch;Schwerin/W.;1640;0

Hofmann;Jakob;Pächter;Altensorge;Landsberg/W.;1639;1690

Hofmann;Jakob;Pächter;Berkenwerder;Landsberg/W.;1639;1690

Hofmann;Jakob;Schulze;Dechsel;Landsberg/W.;1647;0

Hofmann;Jeremias;Pächter;Altensorge;Landsberg/W.;1653;0

Hofmann;Jeremias;Pächter;Groß Sabin;Dramburg;1653;0

 

IN: SOLDINER KREISBLATT. Jahrgänge 1844 und 1845,  Staatsbibliothek, Preußischer Kulturbesitz, Berlin (Am Westhafen) unter der Nummer Ztg 228 archiviert.

 

HOFFMANN; Carl; Unteroffizier im 14. Inf-Rgt zu Soldin; + 10.01.1844 an chron.

Brustkrankheit; 35 Jahre, 4 Monate, 9 Tage alt.

HOFFMANN; Carl August; Schuhmachermeister zu Soldin; + 01.08.1844 an der

Brustkrankheit; 73 Jahre, 4 Monate, 14 Tage alt.

 

 

Der Name Hoffmann am Ende unserer Ahnentafel:

 

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