Herkunft des Namen Duwe

 

Im Deutschen Namenslexikon von Hans Bahlow wird Duwe (Duve) wie folgt erklärt:

 

Duve, Duwe im Niederdeutschen oft vorkommend, = Taube, der Taubenhändler, Taubenzüchter, Täubner.

Abwandlungen: Duvenkropp, Düveke (Täubchen), Duwenspeck, Duvenkrul, Schönduwe, Schöndube

Auch als Hausname vorkommend, ein „Haus zu der Duben“ 1352 in Worms

 

Urkundliche Erwähnungen:

Duvenkrul (Taubenschopf) 1298 Hamburg

K. zer Tuben 13. Jahrhundert, Speyer,

C. von der Duven 1399 Köln

C. Dubenduscher 1387 Frankfurt (Taubenhändler)

Benz von der Duben 1288 Speyer

H. Duben-ey 1387 Frankfurt

 


 

Bei den Pommerschen Kirchenvisitationen im 16. Jahrhundert werden folgende Personen genannt:

 

Visitation am 21.06.1539 in Stargard:

(Marienkirche)

 

vifundtwintich M. summen, twe M. rente Pauel Duvel to Stargart und sin ehefrow Gertrudt, darvor vorsettet sin gardeken mit sinem huseken vor dem Waldor tor luchtern side over de Kubrugge, lut eins instruments Arnoldi Segenfelts;

 

druttehende M. summen Paul Duvell afgegeven, licht in der corhern lade;

 

vifundtvintich M. summem, twelf groschen rente Paul Duvel, lut der kramer register;

 

veftich M. summen, der M. rente Peter Duvell, bborgen Marten Blute und Hans Plonnies, linnenwefer to Stargart, lut der matrikel, de sick up ein instrument Martini Zitelmans, natarii, referirt;

 

Ein hus in der wullenwefer strate, durch Gorges Duvel und sin ehefrow Marienkerken gegeven nach erer beider afsterven, lut eins apenen instruments, gehort to Marienkerken, achter Er Thomas Besendals schune belegen.

 

Visitation am 20.07.1536 in Barth:

 

Disse nafolgende summen hebben de prester tor wedderlosinge buten Bardt utgedan:

Noch tom Hennekenhagen (Hankenhagen, Kreis Grimmen): ... 1 ½ M. Sladen Duwel

 

Item dar sint noch 5 elemosinen, de van der fraternitete to lehne gegan, de eine heft Erasmus Stute, de ander her

Johan Duvelsbohm, de drudde Er Michel Hintze, ....

 

Item de oldeste prester der broderschop, de oldeste burgermeister und de oldeste olderman van den schostern hebben to verligende twe elemosinen, de hebben nu her Hinrick Kruse und her Johan Duvelsbohm, de manen de pechte tosamen ut und deilen se, und disse sint de pechte: ....

 

..., anderhalve mark Er Blixsen und twe gulden Er Johan Duvelsbohm, von wegen der fraterniteten drei mark Flasshagens kokeschen tom Sunde, ....

 

Im Band 2, der nicht in meinem Besitz ist, sind im Register des Bandes 3. folgende Personen genannt:

 

Michel Duwe aus Dumzin, Kreis Kolberg

Jasper Duwe aus Gustin,

Jürgen Duwe aus Karvin, Kreis Kolberg

 


 

Aus dem Buch: „Adress-Kalender von den in der Churmark Brandenburg, der Neumark und dem Herzogthum Pommern befindlichen hohen und niederen Colegien... 1785“ (Original in der Universitätsbibliothek Greifswald)

 

Herr Georg Duwe Rector in Jacobshagen/Pommern (nördlich von Arnswalde, nordwestlich von Reetz)

(könnte zeitlich gesehen der Vater von Christina Duve sein)

Eine andere Quelle nennt einen Georg Jacob Douve (Duwe) im Jahre 1740 als Rektor in Jacobshagen, Kreis Saatzig. Hier handelt es sich offensichtlich um dieselbe Person. Er muß dann wohl eine herausradende Persönlichkeit gewesen sein, daß er noch 1785 im Adresskalender erwähnt wird, oder der dort genannte ist bereits ein Nachfahre desselben. Der Name Douve läßt eine Herkunft aus Holland oder Frankreich zu, wo dieser Name heute noch vorkommt.

 


 

In den Schriften des Vereins für Geschichte der Neumark, Heft III, Langsberg W. 1895

Repertorium der im kgln. Staatsarchive zu Königsberg i. Pr. Befindlichen Urkunden zur Geschichte der Neumark:

Erscheint ein Albrecht von Duve in unterschiedlichen Schreibweisen als Vogt der Neumark:

 

1411, 02. September

Albrecht von der Duba, Vogt der Neumark, kauft von den Brüdern Otte und Erasmus Morner den halben Zoll zu Zellin.

Soldin 1411 Mittwoch vor Nativ. Mariae

 

1412, 27. Dezember

Albrecht von der Dube, alter Vogt der Neumark, verleiht das Gut Thorne nebst allem Zubehör der Stadt Arnswalde, nachdem die Landstände zu Recht erkannt haben, dass dieses Gut und das davon entfallende Geld der Tochter des Hans von Hersleue und nicht den Kindern des Eggert von Hersleue zustehe. Marquart von Sanitcz zu Falkenstein hat hierüber den neumärkischen Landständen nicht Rede stehen wollen. Zeugen: Ritter Nicklawes Sack, Michil von Sidow, Hans von Scheningen und Peter Wirth.

Arnswalde 1413 an St. Johannes evang.

 

1413, 26. April

Hoger von Mandern, Vogt der Neumark, spricht der Stadt Arnswalde das Eigenthumsrecht an dem Gute Torne (Tornow) zu, nachdem Ritter Claus Sagk, Michel von Sydow und Peter Wirth ihn von den Rechten der Kinder des Vule Egghard von Hertczleven, vertreten durch Marckquart von Santcz zu Folkenstein und der Tochter des Hans von Hertczleve unterrichtet haben und Santcz schon einen Termin in dieser Sache vor Albrecht von der Dube, des Ausstellers Vorgänger versäumt hat.

1413 Mittwoch in den Paschen.

 

1413, 19. November

Sander von Machwitcz, Vogt der Neumark, verleiht nach Unterweisung durch den Ritter Hinric von Guntersberc und Claus Sagghe und durch Michel von Sydow und Peter Wyrth über die Verhältnisse der Kinder des Eggherd von Hertczleve zu dem Gute Thorne dieses nebst allem Zubehör, wie es einst Hans von Hertczleve und Kerstien Landisberg besessen haben, der Stadt Arnswalde. Markquart von Santcz zu Falkenstein, Albrecht von der Duven, früher Vogt der Neumark, die unbenannte Tochter des Hans Hertczleve, Hoyer von Mandwiz, früher Vogt der Neumark. Zeugen: die Ritter Claus von der Marwitcz und Claus Sag, sodann Ludeke von Wedel zu Mirenberge (Nörenberg).

Arnswalde 1413 an s. Elisabeth

 


 

In der Liste der Einwohner aus dem Amtsbuch der Komturei Grüneberg von 1665, abgedruckt in: 

" Der Neumärker, Mitteilungen des Vereins für die Geschichte der Neumark, 1(8), 1935, 86" wird als Einwohner von Zäckerick genannt:

Jacob Duwe, Kossät

 


 

In: Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(9), 1935, 98 & 1(10), 1936, 110 von Friedrich Bengs, Königsberg:

Untertanen des Amtes Grüneberg 1725-1776 Das Verzeichnis der Untertanen, die laut Protokollbuch des Amtes

Grüneberg ihren Untertaneneid geleistet haben, enthält die folgenden

Dowe;;1755

Dowe;Zäckerick;1748

 


 

 

Der Name Duwe am Ende unserer Ahnentafel:

 

   

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