Dolgen, Kreis Friedeberg

 

Im Buch: Die Neumark, Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Neumark Heft 3, 1926 werden im Beitrag:

Die Klassifikation von 1718/19 folgende Angaben gemacht:

 

Besitzer 1718: Johann Friedrich von Bornstädt        

 

               1715:  derselbe, studiert. Gesamthand bei Lehen mit Hans Joachim von Bornstädt, der in Kriegsdiensten steht.

 

Bewohner:     Michel, Hans, Kossäth

                        Scheuerner, Martin, Kossäth

                        Michel, Witwe Hans, Kossäth

                        Grune jun., Christoph, Kossäth

                        Diebert, Witwe Hans, Kossäth

                        Gruhn, Friedrich, Kossäth

                        Gruhn sen., Christoph, Kossäth

                        Lauffmann, Christian, Kossäth

                        Krüger, Witwe Michel, Kossäth

 

In alter Zeit waren keine Ritterhufen. Es wohnten 4 Herrschaften hier, deren jede eine Schäferei besaß.

Die 4 Schäfereien wurden schließlich zu dem Rittersitz zusammengezogen.

 


Wissenswertes über Dolgen

Fotos und Text aufbereitet und zur Verfügung gestellt von Heinz-Ewo von Brand

 

 

 

Beamtenhaus des Gutshofs Dolgen / Nm           Teilansicht vom Gutshof Dolgen / Nm.
 
Der Liebsee bei Dolgen

Dolgen war ein relativ kleiner Ort mit einer alte Holz Kirche, die um ca. 1800 erbaut worden war. Der Ort lag unweit der alten Reichsstraße 1 von Friedeberg kommend wenige km vor Lauchstädt. Er bestand aus dem Gutshof, welcher der Familie von Brand gehörte (letzter Besitzer 1945 war Ingo von Brand), sowie einiger Bauernhäuser, der am Liebsee gelegene Gasthof „Zum Freischütz“ (letzter Pächter Herr Zabel) und den Land-  und Waldarbeiter Häuser. 

 

Das etwas abseits der großen Durchgangsstraße gelegene Dorf, umringt von drei Seen, war früher ein beliebtes Ziel sonntäglicher Ausflüge. Dies insbesondere der Liebsee und der unweit davon liegende Gasthof Freischütz.

 

Das Gut Dolgen erwarb ca.1798 die Familie von Brand von der Familie von Sack.  Bereits Herr von Sack hatte einen ca.40 ha großen Tiergarten in Dolgen angelegt, den noch Herr Paul von Brand solange weiterführte, bis in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts ein Hirsch in der Brunftzeit einen  Dolgener Arbeiter, der heimlich über den großen Zaun geklettert war, zu Tode geforkelt hatte.

 

Heute wird der Ort von der polnischen Bevölkerung wegen de Lage unweit vom Liebsee mit seinem schönen Strand, touristisch genutzt. Im Ort, unweit vom See, hat der Sohn des ehemaligen Pächters (Herr Zabel) vom Freischütz ein Hotel gebaut.


Aus dem: Güter-Adressbuch der Provinz Brandenburg Paul Niekammer, Stettin 1907

Gehört jetzt zu Lauchstädt

 

Besitzer:        Dr. Adolf von Brand

Pächter:

Verwalter:     Karl Lauenstein

Industrie:       Stärkefabrik

 

Home page Norbert Gschweng              Index der Orte im Kreis Friedeberg           

 

© 2000-2003 by Norbert Gschweng, Domstraße 63, D-17489 Greifswald, e-mail: Norbert@Gschweng.de